Procedes Chenel Beilken
Riesenwände
Wer glaubt, dass überdimensionale Projekte nur im Außenraum verwirklicht werden, der irrt: Die Lemwerderaner ließen für die Bad-Design-Messe ISH 2011 bis zu 71 Meter lange Standwände entstehen – und das innerhalb weniger Tage.
Jeweils elf Meter Höhe umfassten die beiden geschwungenen Textilwände des Messestandes des Keramik-Spezialisten Villeroy & Boch bei 49 bzw. 71 Meter Länge. Beide Textilwände waren von mehreren dreidimensionalen Durchgängen unterbrochen. Die dargestellten Motive wurden auf dem Procedes-Material Beitex Power Stretch 260 g gedruckt und aus den ca. 1,60 m breiten bedruckten Bahnen zur Gesamtgröße vertikal vernäht. Gleichzeitig mussten die Durchgangsausschnitte passgenau für die Unterkonstruktion fertig konfektioniert werden, so dass in der Frankfurter Messehalle nur noch aufgebaut werden musste. Die Druckdaten der Gesamtmotive wurden in der Procedes-Grafik-abteilung auf die einzelnen Bahnbreiten aufgeteilt, hier entstanden auch die Fertigungszeichnungen für die Unterkonstruktion. Beim Vernähen der Bahnen durften keine Motivversätze auftreten, die entsprechenden Ausschnitte mussten sich an der richtigen Stelle befinden. »Aufgrund der Dimension war ein Probeaufbau nicht möglich. Im Vorfeld wurde lediglich ein verhältnismäßig kleiner Teilausschnitt produziert, um damit wichtige Faktoren sowie Stoffverhalten, Verhalten der Unterkonstruktion und Verzerrungen durch Stoffverformung zu verfassen und für die Gesamtmotive hochzurechnen«, erklärte Projektleiter Sven Ehmke. Die Montage der Wände fand in nur einer Nacht statt, zwei Wochen später konnte noch einmal einen Tag lang Feintuning betrieben werden. »Letztendlich hat aber alles gepasst und so funktioniert, wie wir und der Kunde es uns vorgestellt haben«, freute sich Ehmke.
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Muenchen
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Procedes fertigt in Nachtschicht aktuelle Leinwand für Empfang
"Geschafft." Carsten Sodke reibt sich die Augen. Halb Fünf am Morgen. Eigentlich hatte er erwartet, den Auftrag einige Zeit eher erledigt zu haben. Doch der Computer streikte. "Am Montag werden wir nachforschen, was da los war", sagt der Mitarbeiter des digitalen Printunternehmens "Procedes" in Lemwerder. Jetzt ist er erstmal froh, dass der rund neuneinhalb mal sechseinhalb Meter große Banner für den Empfang der Bremer Tageszeitung AG "25 Jahre KURIER am SONNTAG" rechtzeitig fertig geworden ist.
Dabei hatte alles so gut angefangen. Die Daten für das Riesenbanner trafen am Sonnabend um 22.28 Uhr als PDF-Datei bei Procedes ein. Nachdem Mediengestalter Janko Feye Kleinigkeiten verändert hat ("nicht dass nachher dort etwas steht, wo der Leinwandsaum umgeklappt werden muss") geht ein Bild von der druckfähigen Datei zurück ins Pressehaus an der Martinistraße. Um 23.15 Uhr gibt BTAG-Marketingchef David Kopmann das "Okay" zum Drucken.
Jetzt ist Carsten Sodke, Abteilungsleiter Digitaldruck bei Procedes, an der Reihe. Er teilt das Bild in drei annähernd gleiche Streifen. Das Banner ist zu groß, um es am Stück zu drucken. Das wäre nur bis zu einer Breite von fünf Metern gegangen. Noch liegt der Auftrag im selbst gesteckten Zeitrahmen. In wenigen Minuten wird gedruckt. Zwanzig Minuten dauert ein Schal. Wenn zwei von ihnen fertig sind, können die Kollegen von der technischen Konfektion beginnen, die Streifen zuzuschneiden und korrekt miteinander zu verkleben. Pünktlich um Mitternacht stehen Carsten Hollle und Tomasz Wierzbowski parat.
Doch die Maschine entwickelt ihr Eigenleben. "Die Breite stimmt ", murmelt Carsten Sodke, Janko Feye schreibt ein neues Programm. Das endlich versteht die digitale Druckmaschine und bringt jetzt die aktuelle Seite 1 des KURIER am SONNTAG auf die Leinwand. Dann sind die technischen Konfektionäre an der Reihe. An einem sechs mal zehn Meter großen Tisch messen sie Millimeter genau die Größen ab, entfernen mit Tapetenmessern überflüssige Leinwand, schieben die Schals mit geübtem Auge so übereinander, dass kein Versatz entsteht und kleben die Streifen aneinander.
Mit dem 9,3 mal 6,5 Meter langen Banner geht's anschließend an die Nähmaschine. Wenige Stunden später, um 11 Uhr, dient das nächtlich produzierte Produkt im Haus der Bremischen Bürgerschaft als Bühnendekoration und Leinwand für einen Film.
Quelle: Die Norddeutsche, 28.4.2008
Eine Firma wie ein Segelboot geführt.
Für herausragende unternehmerische Leistungen in der Region Bremen-Nord wurde Procedes mit dem Unternehmenspreis des Wirtschafts- und Strukturrates 2007 ausgezeichnet. "Dort gibt es immer etwas Neues, was erdacht, erfunden und produziert wird", lobte der Vorsitzende des Wirtschaftsrates und Jurymitglied, Ernst-Ludwig Neuenkirchen. Die Entscheidung war einstimmig auf das Unternehmen in Lemwerder gefallen. Dabei war es die kontinuierliche Entwicklung von Procedes die Beachtung fand, ebenso der hohe Frauenanteil, die Möglichkeit von Ausbildungen in drei Berufsgruppen und die Beschäftigung von Behinderten.
Heute produzieren 75 Mitarbeiter mehrfarbige bedruckte textile Wand- und Deckensysteme, großformatige Banner sowie Leuchtelemente und Grafikrahmen für Messeauftritte, Großveranstaltungen oder den Point-of-sale. Bis zu 3000 m² Textilien werden täglich bedruckt und fast 450 Tonnen Aluminium im Jahr für die Alu- Rahmen verbraucht, die den modularen Wand- und Deckensystemen Halt geben. Procedes verfügt über einen weltweiten Kundenstamm. Besonders wenn die großen Messen wie die IAA in Frankfurt oder die CeBit anstehen, herrscht Hochbetrieb in dem Werk in Lemwerder und die Mitarbeiter geben im Dreischichtbetrieb ihr Bestes. Hier ist Teamwork gefragt weiß Firmenchef Berend Beilken, der auch als erfolgreicher Hochseesegler zahlreiche Triumphe feierte: "Die Firma wird geführt wie ein Segelboot - entscheidend ist die Mannschaft!"
Oktober 2009
Auftraggeber: Atelier Markgraph / Projekt: Schauspiel II
Da ein Mitbewerber aufgrund der kurzen Produktionszeit ausstieg, wurde Procedes beauftragt für das Schauspielhaus Frankfurt 8 Banner zu produzieren, die abends hinterleuchtet werden sollten. Innerhalb von 2 Tagen vom Auftragseingang bis zur Montage wurden 150 m² beitex Premium Light bedruckt, konfektioniert und mit Kederprofilen von Procedes- Mitarbeitern vor Ort montiert.